Jeder Mensch ist frei und gleich an Würde

Albstadt-Lautlingen, 09.12.2018

Anmnesty Albstadt wird 40: Jeder Mensch ist frei und gleich an Würde

Mit einer Feierstunde erinnerte die Albstädter Amnesty-Gruppe an ihren 40. Geburtstag.

Die Veranstaltung am Sonntagvormittag im Lautlinger Stauffenberg-Schloss war gleich zwei Geburtstagen gewidmet. Das „Happy Birthday“ galt der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) am 10. Dezember 1948 sowie der Gründung der Amnesty Gruppe Albstadt vor vierzig Jahren.

Musikalische Beiträge und Lesungen lockerten die Feierstunde „40 Jahre Amnesty Albstadt“ im Lautlinger Schloss auf.
Musikalische Beiträge und Lesungen lockerten die Feierstunde „40 Jahre Amnesty Albstadt“ im Lautlinger Schloss auf. Foto: Horst Schweizer

Gerhard Fehrenbacher eröffnete die Feierstunde, erinnerte an 50 Millionen Tote und die Ermordung von sechs Millionen Juden im zweiten Weltkrieg. „Wir müssen daraus lernen, solche Entwicklungen nicht mehr zuzulassen“.

Die allgemeine Erklärung als historischer Moment beinhalte „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Egal welches Aussehen, welche Hautfarbe ein Mensch hat, ob er mit oder ohne Religion ist, fügte Fehrenbacher an.

Einst eine große Gruppe

Er erinnerte an die Albstädter Anfänge vor 40 Jahren, als damals noch große Gruppe, bestehend aus überwiegend jungen Leuten. In diesen vier Jahrzehnten bedurfte es nur zwei Frauen für das Amt der Sprecherin: erst Gertrud Seeberger, ihr folgte Hedi Abel.

Das Tun der inzwischen kleinen Gruppe, Gerhard Fehrenbacher warb um neue Mitglieder, werde von wesentlichen Dingen bestimmt. Dazu gehöre, so Hedi Abel, auch das Betreuen um einen vor vier Jahren verschwundenen Mann in Laos.

Solche Fälle, die allesamt in London recherchiert werden, bekomme die Gruppe von der zuständigen deutschen Stelle aus Berlin mitgeteilt.

Die Feierstunde wurde mit Klaviermusik von Wolfgang Brandner und Uli J. Kieckbusch sowie Literatur gestaltet. Zwischen den sieben musikalischen Beiträgen, abgestimmt auf Texte aus dem Buch „Ich werde die Welt nie wiedersehen“, las Evelin Nolle-Rieder einzelne Passagen der Geschichte des in der Türkei zu lebenslanger erschwerter Haft verurteilten Schriftstellers und Journalist Ahmet Altan.

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