Albstadt-Tailfingen, 11.01.2019

Zwischen Gegenwart und Zukunft

Am Sonntag, 3. Februar, zeigt das Schlossparktheater Berlin um 20 Uhr ein zukunftsweisendes Stück im Thalia.

 

Regisseur Folke Braband wirft einen gewagten Blick in die Zukunft. Ein Paar trennt sich. Emma setzt Oliver endlich vor die Tür. Doch kurz danach steht er wieder da und sondert monotone Begrüßungsfloskeln ab: Oliver Zweipunktnull. Hallo. Guten Tag. Bald ist klar, dass Oliver 2.0 ein menschenähnlicher Computer ist, der über die Agentur Partnerbook.com als Traummann für Emma ermittelt wurde. Der virtuelle Wunderknabe erweist sich als perfekter Ersatz für den echten Oliver, der auch wieder auftaucht. Und ab diesem Zeitpunkt ereignen sich chaotische Turbulenzen rund um die beiden Olivers, die natürlich ständig verwechselt werden. Oliver 2.0 lernt die Liebe kennen und tut alles, um seine Emma nicht zu verlieren.

Diese Geschichte gibt zu denken. Der gläserne Mensch, dem im virtuellen Netz die Privatsphäre abhandenkommt, wird perfekt reproduziert. Kann er sein Original auch emotional ersetzen? Folke Braband wagt einen zweiten Blick: In welchem Körper ist der Mensch zu Hause? Hier wird eine Geschlechtsumwandlung mit liebevollem Respekt abgehandelt und streift mit Augenzwinkern ein heikles Thema. Wer ist hier noch wer?

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Narrenfahrplan 2019

Narrenfahrplan 2019

Unsere interaktive Karte zeigt die Fasnetsumzüge in der Region.

counter