Bild Martin Strobel zieht sich schwere Knieverletzung zu

Balingen, 22.01.2019

Martin Strobel zieht sich schwere Knieverletzung zu

Schock für Zweitliga-Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten. Kapitän Martin Strobel verletzte sich im Hauptrundenspiel der DHB-Auswahl gegen Kroatien schwer am linken Knie und wird mehrere Monate ausfallen.

von Marcus Arndt  

Der 32-Jährige rutschte bei einem Zweikampf – ohne Gegnereinwirkung – weg und musste vom Feld getragen werden. Noch während der Partie wurde der 32-Jährige im Krankenhaus Merkheim behandelt.

Martin Strobel liegt verletzt am Boden.
Martin Strobel liegt verletzt am Boden. Foto: Marco Wolf

Die Diagnose bestätigte den bereits auf dem Spielfeld vermuteten Innenbandriss. Dazu wurde ein Riss des vorderen Kreuzbandes festgestellt. „Es hat mich leider hart erwischt“, sagte der HBW-Spielmacher, welcher einer eine starke WM gespielt hat.

Bereits am Dienstagmorgen hat er das Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Köln verlassen, wurde in der Orthopädische Klinik Markgröningen gefahren und untersucht.

HBW denkt über Neuverpflichtung nach

Am Nachmittag wurde der HBW-Kapitän dann bereits operiert. „Der Eingriff ist gut verlaufen“, gibt HBW-Manager Wolfgang Strobel bekannt.

„Wir müssen von einer mehrmonatigen Pause ausgehen“, betont Balingens Geschäftsführer Wolfgang Strobel, welcher den Ausfall seines Bruders bereits mit Bürkle thematisiert hat.

„Natürlich machen wir uns Gedanken über eine mögliche Neuverpflichtung“, erklären die Verantwortlichen des Ex-Erstligisten unisono, „aber nur, wenn es Sinn macht und in der Winterpause möglich ist.“

In der WM-Pause erarbeiteten die Schwaben bereits einige Varianten mit Lukas Saueressig und Diogo Oliveira in der Rückraummitte.

„Wir sind auf das Szenario vorbereitet“, versichert Bürkle, „da wir nicht wussten, wie Martin nach der intensiven Belastung bei den Weltmeisterschaften zurückkommt.“

Während die Kreisstädter noch am System feilen können, musste Bundestrainer Christian Prokop zeitnah entscheiden und nominierte Tim Suton (Lemgo) nach.

Auf einer Trage liegend wird der schwer am Knie verletzte Martin Strobel vom Platz getragen.
Auf einer Trage liegend wird der schwer am Knie verletzte Martin Strobel vom Platz getragen. Foto: Marco Wolf

„Es war ganz schlimm, als man ihn auf die Trage gehoben hat, weil er vor Schmerzen geschrien hat“, erklärte Prokop gegenüber der Deutschen Presse-Agentur und fügte hinzu: „Martin hat die Nationalmannschaft mit großem Einsatz auf den Weg gebracht. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir spielen jetzt auch für ihn…“ 

Der schwäbische Spielmacher, welcher erst im Herbst von Prokop für die Nationalmannschaft reaktiviert worden war, gehörte im bisherigen Turnierverlauf zu den Leistungsträgern.

Er galt im Angriffsspiel als verlängerter Arm des Bundestrainers und setzte seine Mitspieler in Szene. Im Vorrundenspiel gegen Weltmeister Frankreich (Endstand: 25:25) glänzte der verlässliche Zuarbeiter sogar als vierfacher Torschütze.

Strobels Teamkollegen wie Abwehrstratege Hendrik Pekeler oder Rechtsaußen Patrick Groetzki sprechen von einem „Riesenschock“, der schwer zu verdauen sei.

Und Keeper Andreas Wolff ergänzt treffend: „Wir verlieren nicht nur einen hervorragenden Spielmacher, sondern einen hervorragenden Menschen. Ich hoffe, dass wir für ihn den Titel holen können.“

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