weibliche Toilette

London, 01.07.1876

Das neueste in Bezug auf weibliche Toilette.

Ob dem Schönheitssinn des schwächeren Geschlechts durch diese nach physikalischen Grundsätze konstruierte Bekleidung genüge geleistet wird bleibt offen...
 
Eine Amerikanerin, Mrs. Gering, hatte bei Besichtigung eines Eiskellers den eines kolumbuswürdigen Einfall, die Kleidung der Damen insofern gründlich zu reformieren, daß diese nun aus einer doppelten Lage Stoffes hergestellt und der Zwischenraum zwischen beiden Lagen mit einem schlechten Wärmeleiter z.B. Sägespäne, gefüllt werden sollen. Die Vorteile einer solchen Mode - das Emanzipiertenkostüm wird ein danach hergestelltes Kleid genannt - leuchten ein. Nicht blos kann ein solches Kleid sowohl bei der größten Sommerhitze, als bei bitterster Winterkälte getragen werden, sondern die Inhaberin kann auch ganz nach dem Stande des Thermometers die Sägespänfüllung der Kleider so regulieren, daß sie sich jeweils ganz behaglich fühlt. Die Frage, ob dem Schönheitssinn des schwächeren Geschlechts durch diese noch physikalischen Grundsätze konstruierte Bekleidung genüge geleistet wird muß allerdings vorläufig als eine Offene betrachtet werden.

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