Überschäumende Emotionen: Valentin Schmidt (oben) und Publikumsliebling Robin Haller liegen sich nach dem Aufstieg der SG BBM Bietigheim in den Armen. Foto: Imago
Überschäumende Emotionen: Valentin Schmidt (oben) und Publikumsliebling Robin Haller liegen sich nach dem Aufstieg der SG BBM Bietigheim in den Armen. Foto: Imago
Überschäumende Emotionen: Valentin Schmidt (oben) und Publikumsliebling Robin Haller liegen sich nach dem Aufstieg der SG BBM Bietigheim in den Armen. Foto: Imago
Überschäumende Emotionen: Valentin Schmidt (oben) und Publikumsliebling Robin Haller liegen sich nach dem Aufstieg der SG BBM Bietigheim in den Armen. Foto: Imago

Bietigheim, Mittwoch, 16. Mai 2018

Zum zweiten Mal erstklassig

Die SG BBM Bietigheim spielt in der Saison 2018/19 wieder im Oberhaus. Das Team bleibt weitgehend zusammen, doch der Trainer geht.

von ANDREAS EBERLE

Frisch Auf Göppingen ist sein Alleinstellungsmerkmal los. Nach dem Aufstieg der SG BBM Bietigheim in die Handball-Bundesliga tritt künftig die Spielgemeinschaft aus dem Kreis Ludwigsburg mit den Frauen und jetzt auch den Männern in der deutschen Eliteklasse an. Dies war zuletzt nur dem schwäbischen Rivalen aus Göppingen vorbehalten, nachdem sich die Füchse Berlin 2016 aus der Frauen-Bundesliga zurückgezogen hatten.

Mit einem 38:33-Heimsieg gegen den TV Emsdetten haben die Bietigheimer den Aufstieg bereits am viertletzten Spieltag perfekt gemacht (wir berichteten) und folgen damit dem Zweitliga-Meister Bergischer HC ins Oberhaus. Mehr als 3000 Fans – Saisonrekord – bejubelten den Triumph am Freitag in der EgeTrans-Arena, auch wenn der Aufstieg keine große Überraschung mehr war angesichts eines Sieben-Punkte-Polsters auf die Verfolger aus Lübeck-Schwartau und Coburg.

Mannschaftsgeist ist Trumpf

2018/19 geht die SG BBM nun zum zweiten Mal in ihrer Geschichte in Liga eins auf Torejagd. Die Premierensaison dort endete für den Verein 2015 mit dem sofortigen Wiederabstieg – als abgeschlagener Tabellenletzter. Auch in der neuen Spielzeit ist die Bietigheimer Mannschaft ein krasser Außenseiter. „Wir profitieren davon, dass viele von uns im Verein die Erfahrung Erste Liga damals bereits mitgemacht und aus einigen Dingen auch gelernt haben“, sagt SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger. „Wichtig wird sein, dass wir unseren Teamgeist erhalten und mit Kampf und Leidenschaft in die Erste Liga gehen. Dann kann man Berge versetzen.“

Große Stars sucht man im Kader vergeblich. Dennoch ragen einige Akteure heraus: Der Deutsch-Italiener Domenico Ebner hat es mit seinen Topleistungen inzwischen zum italienischen Nationaltorhüter gebracht. Kapitän und Kreisläufer Patrick Rentschler, Spielmacher Felix König, Torjäger Christian Schäfer und die Rückraum-Shooter Gerdas Babarskas und Robin Haller sind weitere Stützen. Publikumsliebling Haller, der bereits seit 2006 das SG-Trikot trägt und damit der dienstälteste Spieler im Team ist, hat zuletzt seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert.

Bis auf Abwehrspezialist Paco Barthe, den es zurück in seine französische Heimat zieht, und Babarskas (zum französischen Europapokal-Teilnehmer Chambéry) bleibt der Kader zusammen. Als Neuzugänge stehen bisher Patrick Weber (Eulen Ludwigshafen), Maximilian Trost (Rhein-Neckar Löwen) und Michael Oehler (HSG Konstanz) fest. Noch ein bis zwei Verstärkungen kündigt Spahlinger an.

Die einschneidendste Veränderung wird es auf der Bank geben: Aufstiegstrainer Hartmut Mayerhoffer verlässt Bietigheim am Saisonende nach fünf Jahren auf eigenen Wunsch – ein Entschluss, den er bereits im November 2017 bekannt gegeben hatte. Sein Nachfolger Ralf Bader (37) kommt vom Drittligisten TV Neuhausen. „Er ist jung und hungrig – so wie wir auch. Ich glaube, dass er sehr gut zu uns passt“, sagt Spahlinger.

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