SüdWest Markt 14.6.18

2 14. Juni 2018 M ARKT S ÜD W EST WOCHENBLATT FÜR DEN ZOLLERNALBKREIS Dass Frauen mit einem Anteil von 41 Prozent weitaus selte- ner Urlaubsgeld erhalten als Männer (54 Prozent), kann vor dem Hintergrund kaum überraschen. Frauen arbeiten häufiger als Männer im Dienstleistungssektor und in kleineren Betrieben, im So- zial- und Gesundheitswesen sind sie stark überrepräsen- tiert, für Industrieunterneh- men gilt das Gegenteil. Zu- dem liegt der Anteil der er- werbstätigen Frauen (Frau- enerwerbsquote) in den ost- deutschen Ländern, wo selte- ner und weniger Urlaubsgeld gezahlt wird, höher als in den westdeutschen. Daher profi- tieren sie auch nicht im glei- chen Umfang von Urlaubs- gelderhöhungen wie die Männer, obwohl in immerhin elf der 22 untersuchten Bran- chen (siehe Bericht auf die- ser Seite) das Urlaubsgeld gegenüber dem Vorjahr zwi- schen 1,0 und 4,7 Prozent an- gehoben wurde. Im Bau- hauptgewerbe stieg das Ur- laubsgeld für gewerbliche Arbeitnehmer sogar um 30 Prozent. Ausgerechnet dort sind Frauen aber die absolu- te Ausnahme. Immer wieder fallen sie hinten runter. Das geht nicht mehr. Ändern. ■ Harald Ritter Redaktion SüdWest-MARKT wochenblatt@zak.de Immer die Frauen Schlechter bezahlt in gleicher Position: Frauen stehen auch beimUrlaubsgeld hinten an. Kommentar in Brief kommt nicht an, ein Paket wird unter- wegs beschädigt – wer Ärger mit der Post oder einem Paketdienst hat, sollte sich zu- erst einmal an das Unterneh- men wenden. Gibt es aber grundlegende oder wiederkeh- rende Probleme, können sich Verbraucher auch an die Bun- desnetzagentur in Bonn wen- den. Die Behörde sammelt und prüft nach eigenen Angaben alle Eingaben zu Ausfällen bei der Zustellung oder Falschzustel- lungen, zu langen Laufzeiten oder fehlenden Benachrichti- gungen über Ersatzzustellun- gen in der Nachbarschaft. Den jeweiligen Beschwerden wird nachgegangen. Im Zweifel for- dert die Bundesnetzagentur das Unternehmen auf, den Sachver- halt zu prüfen und eine Stel- E lungnahme abzugeben. Kommt es zu keiner für alle befriedi- genden Lösung, kann die Schlichtungsstelle Post der Bundesnetzagentur angerufen werden. Sie vermittelt bei Strei- tigkeiten zwischen Kunden und Anbietern von Postdienstleis- tungen. Die Schlichtung wird nur auf Antrag durchgeführt. Eine weitere Möglichkeit: Die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Thü- ringen haben das Internet-Por- tal Post-Ärger.de eingerichtet. Hier sollten sich Verbraucher zusätzlich zur Beschwerde bei der Bundesnetzagentur mit ih- ren Problemen melden. Auf die- se Weise können mögliche Pro- blemfelder am Brief- und Paket- markt besser erkannt werden. Weniger bekannt ist das Zen- trum für Schlichtung, das in Kehl am Rhein ansässig ist. Es ist eine Auffangstelle für alle Wirtschaftszweige, die kein branchenspezifisches Schlich- terverfahren haben. Damit kann das Zentrum eine Vielzahl aller Verbraucherstreitigkeiten in der Wirtschaft übernehmen – egal, ob die Bluse anders aussieht als im Katalog gezeigt, die Rech- nung fast doppelt so hoch aus- fällt wie der Kostenvoranschlag oder das neue Smartphone nicht funktioniert. Ob der Ver- trag im Geschäft oder online ab- geschlossen wurde, ist dabei egal. Das Bundesamt für Justiz hat die unabhängigen Streit- mittler 2016 als „Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle“ anerkannt Mit einer Verbrau- cherberatung und -vertretung darf die Schlichtung aber nicht verwechselt werden. Schlichter stehen immer neutral zwischen den Parteien. ■ dpa Ohne vor Gericht Wirtschaft und Verbraucher Neutrales Zentrum für Schlichtung ie Bandbreite der Ur- laubsgeldhöhe ist be- trächtlich, zumal genau 50 Prozent der Beschäftigten überhaupt keine gesonderte Zahlung erhalten. Dies geht aus einer Auswertung hervor, die die gewerkschaftsnahe Hans- Böckler-Stiftung auf Basis einer Online-Befragung mit mehr als 28.000 Teilnehmern zum Start der Haupturlaubssaison erstellt hat. Für die Frage, ob Urlaubs- geld gezahlt wird oder nicht, sind mehrere Faktoren maßgeb- lich, etwa die Betriebsgröße. So erhalten 65 Prozent der Be- schäftigten in größeren Unter- nehmen mit mehr als 500 An- gestellten Urlaubsgeld, bei den kleinen mit bis zu 100 Beschäf- tigten sind es nur 38 Prozent der Arbeitnehmer. Ablesbar wird dies auch an den 22 Einzel- branchen, für die das WSI die Urlaubszahlungen in Ost und West ermittelt hat. In Industrie- zweigen mit hoher Tarifbindung und starken Gewerkschaften gibt es weitaus häufiger Ur- laubsgeld als etwa im Dienst- leistungssektor. So erhalten fast zwei Drittel der Beschäftigten D im verarbeitenden Gewerbe (al- so etwa in der Autoindustrie und im Maschinenbau) die Leis- tung, aber nur ein Viertel der im Gesundheits- und Sozialwesen Tätigen. Die Bereiche „sonstige wirtschaftliche Dienstleistun- gen“ (etwa Reinigungsarbeiten) und Gastgewerbe landen mit Anteilen von 28 und 34 Prozent ebenfalls weit unten. Für Ar- beitnehmerinnen und Arbeit- nehmer ist aber nicht allein die Frage interessant, ob, sondern wie viel Urlaubsgeld sie erhal- ten. Auch hier sind die Unter- schiede enorm. An der Spitze liegen Holz- und Kunststoffver- arbeitung mit 2.355 Euro im Westen und 1.435 im Osten für die mittleren Lohngruppen, ge- folgt von der Metallindustrie (2.235 Euro West und 1.983 Eu- ro Ost), der Papierverarbeitung (2.210/2.054) und der Druckin- dustrie (1.874/ 1.980). Am Ende der Tabelle liegt die Landwirt- schaft mit 225 Euro im Westen und 155 Euro im Osten. Im Ho- tel- und Gaststättengewerbe wird mit Urlaubsgeldern von 240 und 190 Euro unwesentlich mehr gezahlt, heißt es. ■ red/dpa Umfrage: Wie viel Urlaubsgeld und für wen? TS& und Schützen vereint Erster Sommerbiathlon am 17. Juni erinnert an die Zeit, in welcher die Schützen als Abteilung zum Turn- und Sportverein zählten. D ie nächste Veranstal- tung im Rahmen des 70-jährigen Jubiläums seit der Wiedergründung des TS Laufena <ach e. . wirft ihre Schatten voraus: Am 17. Juni findet ein Som- merbiathlon statt. Zu den zurückliegenden 70 Jahren Vereinsgeschichte gehört auch eine Zeit, in der der Schützenverein Laufen eine Abteilung des TSV LaufenaEyach war. Von 1958 bis tief in die 60er-Jahre half der TSV als Organisation dem Schützenverein, den Schießsport in Laufen weiter ausüben zu können. Dies nehmen die beiden Vereine jetzt zum Anlass, einen ge- meinsamen Sporttag erst- mals zu veranstalten. Was würde sich da besser anbie- ten als Laufen und Schießen. Kurzerhand wurde daraus der 1. Sommerbiathlon in Laufen kreiert. Am Sonntag, 17. Juni, ver- wandelt sich der Sportplatz in Laufen demnach in eine Schieß- und Laufarena. Beginn ist ab 10 Uhr mit dem Einschießen auf den Schießbahnen mit Laserge- wehren. Auch die Laufstre- cke mit einer Länge von etwa 350 Metern kann begutachtet und ausprobiert werden. Um 11 Uhr wird der Ein- zelwettbewerb mit je fünf Einzelstartern je Gruppe ge- startet. Dabei wird der Sieger durch Vor-, Zwischen- und einem Endlauf ermittelt. Ab etwa 14.30 Uhr geht es mit dem Mannschaftswettbe- werb (drei StarteraTeam) weiter. Die Siegerehrung für beide Wettbewerbe ist gegen 16.30 Uhr vorgesehen, sodass im Anschluss das WM-Spiel Deutschland – Mexiko ge- meinsam angeschaut werden kann. Mehr Infos: www.tsvlaufen-eyach.de Die aufener Fußballer in den er-Jahren ^ hier noch auf dem alten Sportplatz auf der g"übhaCd. SONDERVERÖFFENTLICHUNG 1. So77er,iathlon in aufen Das Sportgelände des TSV aufen @erwandelt sich in eine Biathlon-Arena. Auto-Team GmbH Albstadt Sigmaringer Straße 142 • 72458 Albstadt Telefon (0 74 31) 5 42 41 auto-team-albstadt.mazda-autohaus.de Tageszulassungen + 5 Jahre Garantie EINHEIZER! die-koerner-sauna.de GANZGLASTÜREN DUSCHABTRENNUNGEN SANDSTRAHLGLÄSER GARTENTRENNWÄNDE RÜCKWÄNDEAUSGLAS Borsigstr. 19 | 72461 Albstadt | www.mbglas.de Tel.: 07432-984319-0 | Mail: info@mbglas.de IHR PARTNER IN DER REGION WENN ES UM GLAS GEHT! Problemfällungen Wurzelstockrodungen Heckenpflege Holzeinschlag Mulcharbeiten Eberhard Stotz – Forstbetrieb – Telefon (0 74 35) 3 48 oder 01 73/6 73 21 92 Z A K | K O N TA K T Heidi Appenzeller 07431 9393-14 07431 9393-25 heidi.appenzeller@zak.de Tel: Fax: E-Mail: Ihre Mediaberaterin informiert Sie gerne über die passende Werbemöglichkeit. Dank ! e Wir bedanken uns bei allen Firmen, Institutionen, Freunden und Gönnern, die uns dieses Kollektiv durch ihr Inserat ermöglicht haben. TSV Laufen Am Anfang jeder guten Werbung steht die Anzeige iele Verbraucherinnen und Verbraucher möch- ten möglichst wenige Zusatzstoffe in ihrem Essen. Das ist einer der ganz großen Trends in den vergangenen Jah- ren. Der Lebensmittelhandel hat darauf reagiert und viele Produkte „ohne“ oder „free from“ herausgebracht. Dazu wurden Rezepte oder sogar die komplette Herstellung verän- dert. Physikalische Verfahren mit Hitze oder Druck spielen heute eine große Rolle. Auch die Tiefkühlkostproduzenten V haben von dem Trend profitiert. Aber es gibt sie noch: Kon- servierungsstoffe, die das Wachstum von Mikroorganis- men wie Schimmelpilzen, Gä- rungs- oder Fäulniserregern hemmen. Auf dem Etikett er- kennt man ihre Verwendung am Klassennamen „Konservie- rungsstoffe“ plus dem jeweili- gen Namen. Bei unverpackten Lebensmitteln muss die Ver- wendung von Konservierungs- stoffen durch die Aufschrift „mit Konservierungsstoff“ oder „konserviert mit“ oder „ge- schwefelt“ ge- kennzeichnet wer- den. Die altbe- kannten Konser- vierungsmittel Salz, Zucker und Essig gehören nicht zu den Zu- satzstoffen. Des- halb werden sie auf dem Etikett auch nicht als Konservierungs- stoffe, sondern als eigenständige Zu- taten aufgeführt. Bekannt sind vor allem Nitrat und Nitrit (E 249, 250 und 252). Sie erhöhen die Haltbarkeit von Wurstwaren, erhalten die rote Farbe und sorgen für Pökelaro- ma (Foto, dpa). Sorbinsäure und ihre Salze (E 200 bis E 203) hemmen vor allem das Wachstum von Schimmelpilzen und werden deshalb verpacktem Schnitt- brot, Käse und Obst sowie Fruchtzubereitungen für Jo- ghurts zugesetzt. Benzoesäure und ihre Salze (E 210 bis E 213) sowie PHB-Es- ter (E 214, 215, 218 und 219) wir- ken gegen Pilze und Bakterien und werden sauren Lebensmit- teln zugesetzt. Konservierungs- stoffe bewahren also Lebens- mittel vor dem Verderb und ma- chen sie länger haltbar. Wer den schnellen Überblick beim Ein- kauf braucht, dem ist die E- Nummern-App vom Bundes- zentrum für Ernährung zu emp- fehlen: www.bzfe.de/inhalt/ kennzeichnung-von-zusatz- stoffen-1881, heißt es in einer Pressemitteilung der Ernäh- rungsberatung . ■ Britta Klein, bzfe. Schwerer Stand in Zeiten von „free from“ Ernährung und Gesundheit Was machen eigentlich Konservierungsstoffe?

RkJQdWJsaXNoZXIy NjAyODg=